Magen-Darm-Diät


Eine Reihe von Diätforderungen gilt für alle Magen-Darm-Erkrankungen:

  • häufig kleine Mahlzeiten
  • nicht zu kalte und nicht zu heiße Speisen
  • gut zerkleinert
  • gut gekaut
  • eine ausreichendes Angebot an Kalorien, Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen
  • Unterernährung vermeiden

Bei Übersäuerung des Magens ist alles zu meiden, was zu einer verstärkten Magensekretion anreizt, zum Beispiel Gebratenes, Geräuchertes, Fleischbrühe, Bohnenkaffee, Alkohol, grobes Vollkornbrot und gezuckerte süße Speisen.
Gut vertragen werden Magerquark und gesäuerte Milchprodukte, gekochtes mageres Fleisch, magerer Fisch, Eierspeisen sowie Grahambrot und Knäckebrot.

Sodbrennen ist nicht nur ein Zeichen von Übersäuerung, sondern kann auch auf einer Empfindlichkeit der Magenschleimhaut beruhen. Hier gilt eine diätetische Einschränkung wie bei einer Übersäuerung des Magens.

Bei Säuremangel ist die Eiweißverdauung vermindert. Nur leicht verdauliche Eiweißträger kommen in Frage:

  • Milcheiweiß in gesäuerter Form
  • Quark
  • magerer Fisch
  • mageres zartes Fleisch in gekochter Form.


Bei akuten Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren ist meistens ein Klinikaufenthalt mit strengster Diäteinstellung, eventuell einigen Teefastentagen, notwendig. Anschließend kommt eine Schonkost wie bei Übersäuerung des Magens ins Frage.

Bei Entzündungen der Dickdarmschleimhaut (Colitis)und bei Durchfällen muss die Kost schlackenarm sein, damit die Darmschleimhaut nicht durch grobe Zellulose (zum Beispiel Vollkornbrot, grobe Rohkost) gereizt wird.

Darmträgheit kann auf einer falschen Nahrungszusammensetzung oder einer vegetativ-nervösen Fehlsteuerung beruhen. Im ersten Fall ist eine zellulosereiche Ernährung mit Vollkornbrot, Kleiegerichten, Keimdiät, Bircher-Müsli, Rohkost (angerichtet mit Vitaminöl und Topigran), Frischobst, Trockenobst und gesäuerten Milchprodukten angebracht.